Einfach, schnell, kostengünstig: KI-Tools übersetzen heute ganze Dokumente in Sekunden. Doch die entscheidende Frage lautet: Wer haftet bei KI-Übersetzungen, wenn etwas schiefläuft?
Gerade im Unternehmensumfeld ist Übersetzung mehr als reine Sprache – sie stellt eine rechtliche und wirtschaftliche Verantwortung dar. Fehlerhafte Übersetzungen können Verträge verzerren, Produktanleitungen unbrauchbar machen, Marken beschädigen oder schlimmstenfalls sogar zu Personenschäden führen. Und im Haftungsfall? Nicht die KI, sondern Sie als Anwender tragen die Verantwortung.
Das Risiko: Haftung bei KI-Übersetzungen
Viele Unternehmen nutzen inzwischen KI-Tools spontan und unabhängig von bestehenden Prozessen. Doch diese Tools übernehmen weder Verantwortung noch Gewährleistung.
In den Nutzungsbedingungen der meisten Anbieter ist klar festgehalten: Haftung ausgeschlossen. Kommt es durch falsche oder missverständliche Übersetzungen zu finanziellen Schäden, gehen diese zu Lasten des Unternehmens, das KI eingesetzt hat.
Hinzu kommt das Thema Datenschutz. Wer interne oder vertrauliche Dokumente in ein öffentliches KI-System lädt, gibt diese Daten faktisch an Dritte weiter. Das kann nicht nur gegen interne Sicherheitsrichtlinien, sondern auch gegen die DSGVO verstoßen.
Kurz gesagt: Die Kombination aus Haftungslücke und Datenschutzrisiko macht unkontrollierte KI-Übersetzungen zu einem echten Risiko – insbesondere in regulierten Branchen.
Professionelle Alternativen: Verantwortung inklusive
Als zertifizierter Sprachdienstleister sehen wir KI als Werkzeug – nicht als Ersatz für eine professionelle Dienstleistung. Unser Leistungsversprechen:
Technologische Effizienz, menschliche Prüfung und rechtliche Verantwortung.
Wir arbeiten nach ISO 17100 und sichern durch strukturierte Prozesse ab, dass jede Übersetzung fachlich korrekt, konsistent und rechtskonform ist.
Der entscheidende Unterschied: Wir verantworten die Ergebnisse und stehen für sie ein, weil unsere Übersetzungen dokumentiert, geprüft und freigegeben werden.
Human in the Loop: die Balance zwischen KI und Mensch
Unsere Antwort auf die Frage der Haftung bei KI-Übersetzungen ist klar: Human in the Loop.
Wir setzen KI dort ein, wo sie Sinn ergibt – in Vorübersetzung, Terminologiearbeit oder Qualitätssicherung – aber niemals ohne abschließende menschliche Kontrolle.
Jede Übersetzung wird von erfahrenen Fachübersetzer*innen geprüft, überarbeitet und freigegeben.
So profitieren unsere Kunden von einer Effizienzsteigerung, ohne Qualität, Datenschutz oder rechtliche Sicherheit zu gefährden.
Wie wir KI intelligent integrieren
KI ist bei uns ein fester Bestandteil des Workflows – allerdings ausschließlich innerhalb geschützter, zertifizierter Systeme. Wir nutzen KI für:
- Maschinelle Vorübersetzung, kombiniert mit Post-Editing durch unsere Fachübersetzer*innen.
- Terminologieextraktion, um relevante Begriffe automatisch zu erkennen.
- Terminologieersetzung und Terminologieprüfung, um konsistente Sprache sicherzustellen.
- Harmonisierung, also die Anwendung von Stilrichtlinien und Layout-Vorgaben.
Dieser Ansatz spart Zeit, wahrt Qualität und sorgt für vollständige Nachvollziehbarkeit. Die KI unterstützt – aber die Entscheidungen trifft der Mensch.
CAT-Tool oder KI-Tool? Ein entscheidender Unterschied
Viele verwechseln CAT-Tools (Computer Aided Translation) mit KI-Tools. Dabei unterscheiden sie sich in wesentlichen Punkten.
| Aspekt | CAT-Tool | KI-Tool (frei oder webbasiert) |
| Zweck | Unterstützung professioneller Übersetzungsprozesse | Sofortübersetzungen für Endnutzer*innen |
| Datenhoheit | Lokale oder DSGVO-konforme Umgebung | Cloudbasiert, unbekannte Datenpfade |
| Translation Memory (TM) | Kundenspezifisches, gepflegtes Spracharchiv | Keine nachhaltige Speicherung |
| Terminologieverwaltung | Nutzung freigegebener Fachterminologie | Keine Kontrolle oder Freigabeprozesse |
| Qualitätssicherung | Integrierte Prüfmechanismen, Human in the Loop | Keine Kontrolle oder Haftung |
| Haftung | Dienstleister übernimmt Verantwortung | Ausschluss in den AGBs |
Das Translation Memory als Qualitätsspeicher
Ein Tool wie TransitNXT ist mehr als Software – es ist ein Prozessanker. Es speichert geprüfte Übersetzungen im Translation Memory (= TM), verbindet sie mit freigegebener Terminologie und erlaubt eine kontrollierte Integration maschineller Vorschläge.
Dadurch sichern wir terminologische Konsistenz, Corporate Language und Effizienz nachhaltig.
KI-Vorschläge werden stets im TM-Kontext geprüft, harmonisiert und angepasst.
So bleibt jedes Projekt konsistent, nachvollziehbar und haftungssicher. KI-Systeme dagegen agieren isoliert: Sie produzieren Texte – keine verantworteten Übersetzungen.
Juristische Realität: KI haftet nicht
Auch juristisch ist die Lage eindeutig. Eine KI kann weder Vertragspartner sein noch Verantwortung übernehmen. Wenn eine fehlerhafte Übersetzung einen Schaden verursacht – etwa durch falsche Sicherheitsangaben, fehlerhafte Montageanleitungen oder missverständliche Geschäftsklauseln – bleibt die Haftung immer beim Unternehmen.
Ein professioneller Anbieter dagegen bietet dokumentierte Qualitätssicherung, Versionshistorie, nachvollziehbare Prüfprozesse und ist für den Notfall auch mit einer Betriebshaftpflichtversicherung abgesichert.
Erst dadurch entsteht Rechts- und Haftungssicherheit, wie sie ISO-zertifizierte Sprachdienstleister wie STAR Deutschland gewährleisten.
KI ersetzt nicht menschliches Urteilsvermögen
Moderne KI-Systeme können Syntax und Stil imitieren, aber kein Bewusstsein für Kontext, Kultur oder Intention entwickeln.
Unsere Übersetzer*innen erkennen, wann Begriffe juristisch oder technisch anders zu verstehen sind, wann Ironie im Marketing-Text erhalten bleiben muss, oder wann etwas kulturell angepasst werden sollte.
Diese Form von Sprache ist kein Produkt reiner Datenverarbeitung – sie ist Ergebnis professioneller Erfahrung.
Das ist der Unterschied zwischen einem generierten Text und einer verantworteten Übersetzung.
Fazit: Kontrolle schafft Haftungssicherheit
KI-gestützte Übersetzung ist eine Chance – aber keine Garantie.
Wer Übersetzungen vollautomatisch erstellt, überträgt Verantwortung an Systeme, die keine tragen können.
Unser Ansatz kombiniert das Beste aus beiden Welten:
- KI für Geschwindigkeit und Effizienz,
- CAT-Tools für Konsistenz und Nachvollziehbarkeit,
- Menschen für Qualität, Haftung und kulturelles Verständnis.
So gewährleisten wir, dass jede Übersetzung rechtlich sicher, sprachlich präzise und datenschutzkonform ist.
Denn bei uns gilt: KI unterstützt – der Mensch sichert ab.
Nur so entsteht echte Sicherheit bei der Haftung von KI-Übersetzungen.