27. Jan. 2026

Wenn nur die KI übersetzt – wer haftet dann?

Einfach, schnell, kostengünstig: KI-Tools übersetzen heute ganze Dokumente in Sekunden. Doch die entscheidende Frage lautet: Wer haftet bei KI-Übersetzungen, wenn etwas schiefläuft?

Gerade im Unternehmensumfeld ist Übersetzung mehr als reine Sprache – sie stellt eine rechtliche und wirtschaftliche Verantwortung dar. Fehlerhafte Übersetzungen können Verträge verzerren, Produktanleitungen unbrauchbar machen, Marken beschädigen oder schlimmstenfalls sogar zu Personenschäden führen. Und im Haftungsfall? Nicht die KI, sondern Sie als Anwender tragen die Verantwortung.

Das Risiko: Haftung bei KI-Übersetzungen

Viele Unternehmen nutzen inzwischen KI-Tools spontan und unabhängig von bestehenden Prozessen. Doch diese Tools übernehmen weder Verantwortung noch Gewährleistung.

In den Nutzungsbedingungen der meisten Anbieter ist klar festgehalten: Haftung ausgeschlossen. Kommt es durch falsche oder missverständliche Übersetzungen zu finanziellen Schäden, gehen diese zu Lasten des Unternehmens, das KI eingesetzt hat.

Hinzu kommt das Thema Datenschutz. Wer interne oder vertrauliche Dokumente in ein öffentliches KI-System lädt, gibt diese Daten faktisch an Dritte weiter. Das kann nicht nur gegen interne Sicherheitsrichtlinien, sondern auch gegen die DSGVO verstoßen.

Kurz gesagt: Die Kombination aus Haftungslücke und Datenschutzrisiko macht unkontrollierte KI-Übersetzungen zu einem echten Risiko – insbesondere in regulierten Branchen.

Professionelle Alternativen: Verantwortung inklusive

Als zertifizierter Sprachdienstleister sehen wir KI als Werkzeug – nicht als Ersatz für eine professionelle Dienstleistung. Unser Leistungsversprechen:
Technologische Effizienz, menschliche Prüfung und rechtliche Verantwortung.

Wir arbeiten nach ISO 17100 und sichern durch strukturierte Prozesse ab, dass jede Übersetzung fachlich korrekt, konsistent und rechtskonform ist.
Der entscheidende Unterschied: Wir verantworten die Ergebnisse und stehen für sie ein, weil unsere Übersetzungen dokumentiert, geprüft und freigegeben werden.

Human in the Loop: die Balance zwischen KI und Mensch

Unsere Antwort auf die Frage der Haftung bei KI-Übersetzungen ist klar: Human in the Loop.

Wir setzen KI dort ein, wo sie Sinn ergibt – in Vorübersetzung, Terminologiearbeit oder Qualitätssicherung – aber niemals ohne abschließende menschliche Kontrolle.
Jede Übersetzung wird von erfahrenen Fachübersetzer*innen geprüft, überarbeitet und freigegeben.

So profitieren unsere Kunden von einer Effizienzsteigerung, ohne Qualität, Datenschutz oder rechtliche Sicherheit zu gefährden.

Wie wir KI intelligent integrieren

KI ist bei uns ein fester Bestandteil des Workflows – allerdings ausschließlich innerhalb geschützter, zertifizierter Systeme. Wir nutzen KI für:

  • Maschinelle Vorübersetzung, kombiniert mit Post-Editing durch unsere Fachübersetzer*innen.
  • Terminologieextraktion, um relevante Begriffe automatisch zu erkennen.
  • Terminologieersetzung und Terminologieprüfung, um konsistente Sprache sicherzustellen.
  • Harmonisierung, also die Anwendung von Stilrichtlinien und Layout-Vorgaben.

Dieser Ansatz spart Zeit, wahrt Qualität und sorgt für vollständige Nachvollziehbarkeit. Die KI unterstützt – aber die Entscheidungen trifft der Mensch.

CAT-Tool oder KI-Tool? Ein entscheidender Unterschied

Viele verwechseln CAT-Tools (Computer Aided Translation) mit KI-Tools. Dabei unterscheiden sie sich in wesentlichen Punkten.

AspektCAT-ToolKI-Tool (frei oder webbasiert)
ZweckUnterstützung professioneller ÜbersetzungsprozesseSofortübersetzungen für Endnutzer*innen
DatenhoheitLokale oder DSGVO-konforme UmgebungCloudbasiert, unbekannte Datenpfade
Translation Memory (TM)Kundenspezifisches, gepflegtes SpracharchivKeine nachhaltige Speicherung
TerminologieverwaltungNutzung freigegebener FachterminologieKeine Kontrolle oder Freigabeprozesse
QualitätssicherungIntegrierte Prüfmechanismen,
Human in the Loop
Keine Kontrolle oder Haftung
HaftungDienstleister übernimmt VerantwortungAusschluss in den AGBs

Das Translation Memory als Qualitätsspeicher

Ein Tool wie TransitNXT ist mehr als Software – es ist ein Prozessanker. Es speichert geprüfte Übersetzungen im Translation Memory (= TM), verbindet sie mit freigegebener Terminologie und erlaubt eine kontrollierte Integration maschineller Vorschläge.

Dadurch sichern wir terminologische Konsistenz, Corporate Language und Effizienz nachhaltig.
KI-Vorschläge werden stets im TM-Kontext geprüft, harmonisiert und angepasst.

So bleibt jedes Projekt konsistent, nachvollziehbar und haftungssicher. KI-Systeme dagegen agieren isoliert: Sie produzieren Texte – keine verantworteten Übersetzungen.

Juristische Realität: KI haftet nicht

Auch juristisch ist die Lage eindeutig. Eine KI kann weder Vertragspartner sein noch Verantwortung übernehmen. Wenn eine fehlerhafte Übersetzung einen Schaden verursacht – etwa durch falsche Sicherheitsangaben, fehlerhafte Montageanleitungen oder missverständliche Geschäftsklauseln – bleibt die Haftung immer beim Unternehmen.

Ein professioneller Anbieter dagegen bietet dokumentierte Qualitätssicherung, Versionshistorie, nachvollziehbare Prüfprozesse und ist für den Notfall auch mit einer Betriebshaftpflichtversicherung abgesichert.
Erst dadurch entsteht Rechts- und Haftungssicherheit, wie sie ISO-zertifizierte Sprachdienstleister wie STAR Deutschland gewährleisten.

KI ersetzt nicht menschliches Urteilsvermögen

Moderne KI-Systeme können Syntax und Stil imitieren, aber kein Bewusstsein für Kontext, Kultur oder Intention entwickeln.
Unsere Übersetzer*innen erkennen, wann Begriffe juristisch oder technisch anders zu verstehen sind, wann Ironie im Marketing-Text erhalten bleiben muss, oder wann etwas kulturell angepasst werden sollte.

Diese Form von Sprache ist kein Produkt reiner Datenverarbeitung – sie ist Ergebnis professioneller Erfahrung.
Das ist der Unterschied zwischen einem generierten Text und einer verantworteten Übersetzung.

Fazit: Kontrolle schafft Haftungssicherheit

KI-gestützte Übersetzung ist eine Chance – aber keine Garantie.
Wer Übersetzungen vollautomatisch erstellt, überträgt Verantwortung an Systeme, die keine tragen können.

Unser Ansatz kombiniert das Beste aus beiden Welten:

  • KI für Geschwindigkeit und Effizienz,
  • CAT-Tools für Konsistenz und Nachvollziehbarkeit,
  • Menschen für Qualität, Haftung und kulturelles Verständnis.

So gewährleisten wir, dass jede Übersetzung rechtlich sicher, sprachlich präzise und datenschutzkonform ist.

Denn bei uns gilt: KI unterstützt – der Mensch sichert ab.
Nur so entsteht echte Sicherheit bei der Haftung von KI-Übersetzungen.

25. Nov. 2024

Auch dieses Jahr durfte die STAR Deutschland GmbH kurz vor der tekom-Jahrestagung ihren unabhängigen Zertifizierungspartner LinquaCert zum Überwachungsaudit für die ISO 18587:2017 („Posteditieren maschinell erstellter Übersetzungen“) am Standort Sindelfingen begrüßen und freut sich über die erfolgreiche Rezertifizierung nach der Norm.

18. Juli 2024

Wir freuen uns bekanntzugeben, dass wir das Überwachungsaudit für unser Informationssicherheits-Managementsystem nach ISO 27001 ohne Abweichungen bestanden haben!

25. Apr. 2024

cybervadis, ein unabhängiger Anbieter für die Analyse und Bewertung von Cybersicherheit in Unternehmen, hat STAR Bestnoten für die Strategien und Maßnahmen im Bereich Cybersecurity erteilt!

7. Dez. 2023

Nur wenige Tage vor der tekom-Jahrestagung 2023 durfte die STAR Deutschland GmbH ihren unabhängigen Zertifizierungspartner LinquaCert beim Überwachungsaudit zur ISO 18587:2017 „Posteditieren maschinell erstellter Übersetzungen“ erneut von der hohen Qualität und Transparenz ihrer Übersetzungsprozesse überzeugen!

15. Apr. 2023

Seien Sie ehrlich: Ist Ihr Unternehmen so sicher vor fremden Eindringlingen geschützt wie Fort Knox? Oder gibt es da eventuell das ein oder andere Schlupfloch? Warum Sie bei der Wahl Ihres Übersetzungsdienstleisters dessen Haltung zum Thema IT-Sicherheit interessieren sollte, möchten wir Ihnen im folgenden Beitrag gern nahebringen.

23. Nov. 2022

Im Oktober konnten wir unseren Zertifizierungspartner LinquaCert im Zuge des Hauptaudits von unserer über mehr als 15 Jahre aufgebauten Expertise im Bereich der maschinellen Übersetzung (MT) überzeugen.

14. Apr. 2022

Wir freuen uns, dass wir das Überwachungsaudit, durchgeführt am 31. März und 1. April 2022 von zwei Auditoren der PÜG Prüf und Überwachungsgesellschaft mbH, erfolgreich abgeschlossen haben.

2. Feb. 2022

Als Kunde erwarten Sie von Ihren Lieferanten Qualität auf höchstem Niveau.
Die Bereitstellung hochwertiger Übersetzungen kann für viele Dienstleister problematisch sein.

Wie kann Qualität im Übersetzungsmanagement garantiert werden?
Wie können Qualitätsprobleme nachhaltig behoben werden?

Erfahren Sie mehr im Gespräch mit Dr. phil. Glenda O., unserer Qualitätsmanagementbeauftragten

15. Juli 2021

Damit stellen wir unter Beweis, dass Informationssicherheit in unserem Unternehmen höchsten Stellenwert genießt.

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