Posted on: Juni 22nd, 2026 by Frank Wöhrle No Comments
Die tekom Deutschland und tecom Schweiz laden zur Drei-Länder-Tagung „Lost in Transformation – Transformative Kompetenzen nutzen: interaktiv, integriert und innovativ“ ein. Am 26. Juni 2026 von 08:00 bis 19:00 Uhr diskutieren Expert*innen in der ZHAW Winterthur, wie Technische Redaktionen Wandel erfolgreich meistern.
Interaktive Workshops in der ZHAW Winterthur
Die Veranstaltung findet in der ZHAW Winterthur statt. In interaktiven Workshops reflektieren und entwickeln Teilnehmende gemeinsam neue Ansätze für Transformation. Ziel ist es, durch den interdisziplinären Austausch zu frischen Perspektiven und umsetzbaren Ideen zu gelangen.
STAR als Sponsor und Gesprächspartner
Als Sponsor unterstützt STAR den Dialog aktiv. Julian Hamm und René Feuchtinger sind vor Ort für spannende Fachgespräche verfügbar. Die Veranstaltung richtet sich exklusiv an tekom/tecom-Mitglieder.
Posted on: Juni 19th, 2026 by Frank Wöhrle No Comments
Unter dem Titel “Co-Pilot KI: Vom Prompt Engineering zum smarten Assistenten” lädt die tekom Regionalgruppe Stuttgart zu einem exklusiven Workshop mit dem Language Technology Consultant Julian Hamm von STAR Deutschland ein.
Am 02. Juli 2026 von 16:30 bis 19:00 Uhr werden die Teilnehmer*innen in der Technischen Akademie Esslingen e.V. in die Welt des Prompt Engineering eingeführt.
Praxisnahe Einblicke in KI-Assistenten für Sprachprozesse
Große Sprachmodelle wie ChatGPT oder Gemini erscheinen oft als Allround-Lösungen, doch die Erstellung wirklich nützlicher KI-Assistenten erfordert gezielte Strategien. In diesem Workshop lernen Sie, wie Sie mit den passenden Prompts und strukturierten Datensätzen gezielt KI-Assistenten für Kernaufgaben in Sprach- und Übersetzungsprozessen erstellen und individuell konfigurieren.
Teilnehmende erarbeiten eigene Use Cases
Nach einer kurzen Einführung in die technischen Hintergründe moderner Machine Learning-Lösungen werden die wichtigsten Grundlagen für die Arbeit mit generativer KI vermittelt. Im Zentrum stehen dabei das sogenannte Prompt Engineering sowie die passende Aufbereitung und Bereitstellung von Quell- und Referenzdaten für die Modelle.
Anhand von drei praxisnahen Use Cases erarbeitet die Gruppe gemeinsam Strategien zur Erstellung von KI-Assistenten in den Bereichen Texterstellung, Terminologiearbeit und Qualitätssicherung. Abgerundet wird der praktische Teil durch einen ca. 30-minütigen Slot, in dem die Teilnehmer*innen in Kleingruppen ihre eigenen Use Cases vorstellen und deren technische Umsetzung diskutieren können.
Der Workshop richtet sich an Teilnehmer*innen aus den Bereichen Technische Dokumentation, Marketing und Translation Management sowie Übersetzer*innen, die KI-Lösungen effizient und nachhaltig in ihren Arbeitsalltag integrieren möchten.
Posted on: Mai 28th, 2026 by Frank Wöhrle No Comments
KI-gestützte Übersetzungssysteme bieten beeindruckende Möglichkeiten zur Beschleunigung multilingualer Prozesse – doch ihre Wirksamkeit hängt entscheidend von einem durchdachten Terminologiemanagement ab. Nur wer seine Fachterminologie systematisch steuert, kann die Potenziale der KI voll ausschöpfen und gleichzeitig die sprachliche Identität seiner Marke bewahren.
Was ist Terminologiemanagement?
Definition:
Terminologiemanagement ist die systematische Erfassung, Pflege und Nutzung von Fachbegriffen, um konsistente Kommunikation über alle Sprachen hinweg zu gewährleisten.
Warum es wichtig ist:
Definiert, wie ein Unternehmen über Produkte, Dienstleistungen und Markenwerte spricht
Verhindert Inkonsistenzen und Qualitätsverlust in Übersetzungen
Beispiel:
Der deutsche Begriff „Leitung“ kann in der technischen Dokumentation auf verschiedene Weise ins Englische übersetzt werden, beispielsweise als „line“ oder „cable“. Im geschäftlichen Kontext kann er jedoch auch mit „head“ wiedergegeben werden und bezeichnet die für eine Abteilung verantwortliche Person. Die Leiterin oder der Leiter ist für die Gesamtleitung, Organisation und den täglichen Betrieb der ihr unterstellten Abteilung verantwortlich und fungiert als wichtigste Schnittstelle zwischen ihrem eigenen Team und der Geschäftsleitung.
Ein zentrales Terminologiemanagement stellt sicher, dass stets die gleiche, markenkonforme Übersetzung genutzt wird.
Warum Terminologie im Übersetzungsprozess entscheidend ist
Fehlende Terminologie kann folgende Problematiken mit sich bringen:
Inkonsistente Übersetzungen desselben Begriffs
Erhöhter Korrekturaufwand
Steigende Kosten bei mehrsprachigen Inhalten
Uneinheitliche Markenkommunikation
Missverständnisse bei Kunden oder Anwender*innen
Kernaussage:
Ein durchgängiges Terminologiemanagement ist entscheidend, um Qualität, Effizienz und Markenidentität in Übersetzungen zu sichern.
Warum Terminologie im KI-Zeitalter noch wichtiger wird
LLMs und generative KI ermöglichen schnelle Übersetzungen, kennen aber keine unternehmensspezifische Terminologie.
Ohne klar definierte Begriffe entstehen Inkonsistenzen.
Qualitätskontrolle und Markenführung können leiden.
Menschliche Expertise bleibt unverzichtbar.
Terminologiemanagement ist die Voraussetzung dafür, dass KI-gestützte Übersetzungen konsistent und markenkonform sind.
Wie KI Terminologiearbeit effizienter macht
KI kann Terminologiearbeit unterstützen, aber nicht ersetzen. Typische Einsatzbereiche:
KI-Terminologieextraktion: Automatische Erkennung relevanter Fachbegriffe aus Texten
Aufbau von Terminologiedatenbanken: Vorschläge für Synonyme, Varianten und Metadaten
Terminologieprüfung: Unterstützung bei der Korrektur unter Berücksichtigung des Gesamtkontexts
Hinweis:
Die finale Validierung durch menschliche Expert*innen ist immer erforderlich.
Grenzen von KI in der Terminologiearbeit
LLMs können:
Begriffe halluzinieren (plausible, aber falsche Termini generieren)
Kundenspezifische Vorgaben übersehen
Vertrauliche Daten gefährden, wenn sie in öffentlichen Systemen verarbeitet werden
Fazit:
KI unterstützt Übersetzer*innen, ersetzt aber nicht die menschliche Expertise.
Best Practices für Terminologiemanagement im KI-Zeitalter
Zentralisierung: Alle Begriffe in einer zentralen Datenbank verwalten
Integration: Direkter Zugriff für Übersetzer*innen über CAT-Tools
KI als Assistenz: Unterstützung bei Recherche, Extraktion und Prüfung; finale Freigabe durch Menschen
Regelmäßige Aktualisierung: Terminologie kontinuierlich an neue Produkte, Märkte oder Richtlinien anpassen
Tipp:
Diese Vorgehensweise macht Übersetzungen konsistent, effizient und markenkonform – unabhängig von der eingesetzten Technologie.
Terminologie als strategisches Unternehmenswissen
Terminologie ist das Sprachgedächtnis eines Unternehmens. Sie garantiert, dass Mensch und Maschine dieselbe Sprache sprechen, steigert Vertrauen, reduziert Fehler und sichert die Qualität mehrsprachiger Inhalte.
Kernaussage:
Unternehmen, die Terminologie systematisch pflegen und KI-gestützt nutzen, erhöhen Effizienz, Konsistenz und Markenwert.
FAQ: Häufige Fragen zu Terminologiemanagement & KI
Was ist der Unterschied zwischen Glossar und Terminologiedatenbank? → Ein Glossar ist statisch. Eine Terminologiedatenbank ist dynamisch, zentral gepflegt und direkt in Übersetzungs-Workflows integriert.
Kann KI Terminologie automatisch erstellen? → KI kann Vorschläge liefern, Synonyme generieren und Metadaten bereitstellen, ersetzt aber nicht die menschliche Validierung.
Warum ist Terminologie bei LLM-Übersetzungen entscheidend? → LLMs arbeiten statistisch, nicht markenkonform. Ohne festgelegte Terminologie entstehen Inkonsistenzen und Qualitätsverluste.
Fazit
Terminologiemanagement ist im KI-Zeitalter wichtiger denn je. Richtig eingesetzt, verbindet es menschliche Expertise mit KI-Unterstützung, sichert Konsistenz und Markenidentität und macht Übersetzungsprozesse effizienter.
Handlungsempfehlung: Kontaktieren Sie uns, um Ihre Terminologie professionell aufzubauen, konsistent zu pflegen und KI-gestützt zu optimieren.
Posted on: April 30th, 2026 by Frank Wöhrle No Comments
Am 19. und 20. Mai findet zum 5. Mal die Quanos Connect in Nürnberg statt. Das wichtige Branchen-Event verbindet die Perspektiven von technischer Dokumentation und After-Sales & Service mit Fokus auf praxisnahe Lösungen, Cloud-Technologien, KI-gestützte Workflows und automatisierte Prozesse.
STAR Deutschland ist als Aussteller vor Ort – kommen Sie am Stand 31 vorbei: Unser Business Development Manager Hans-Jürgen Waurischk und unser Team Leader Technical Content Services René Feuchtinger freuen sich auf den Austausch mit Ihnen!
Zukunft gestalten – aus der Fachperspektive für technische Kommunikation
Mit unserer umfassenden Expertise in Schema ST 4, DITA, MadCap Flare, XML, HTML5, Adobe FrameMaker und zahlreichen weiteren Dateiformaten verstehen wir die Herausforderungen moderner Content-Erstellung und -verwaltung. Die Quanos Connect bietet uns als Spezialisten eine einzigartige Gelegenheit, über die Zukunft der technischen Kommunikation zu diskutieren und praxisnahe Lösungen für folgende Bereiche kennenzulernen:
Intelligente Content-Architekturen: Wie standardisierte Formate wie Schema ST 4 die Grundlage für skalierbare und wiederverwendbare Inhalte schaffen
KI-gestützte Content-Erstellung: Von der automatischen Generierung technischer Texte bis zur intelligenten Bildbeschreibung
Cross-Media-Publikation: Effiziente Bereitstellung von Inhalten über verschiedene Kanäle und Formate hinweg
Lokalisierungsstrategien: Wie moderne Workflows die Übersetzung und Anpassung für internationale Märkte beschleunigen
STAR – Ihr Partner für innovative technische Lösungen
Als erfahrener Dienstleister im Bereich technischer Dokumentation und Lokalisierung wissen wir, wie wichtig der Austausch mit Branchenspezialisten ist. Nutzen Sie die Gelegenheit, um aktuelle Trends und zukünftige Entwicklungen kennenzulernen, und lassen Sie sich von unseren Experten am Stand 31 beraten, wie wir Ihre technische Kommunikation zukunftsfähig gestalten können:
Aufbau von Content-Architekturen gemäß Schema ST 4 und internationalen Standards
Integration von KI-Tools in bestehende Workflows zur Effizienzsteigerung
Optimierung von Lokalisierungsprozessen durch Terminologie-Management und CAT-Tools
Automatisierung von Publikationsprozessen für Multi-Channel-Auslieferung
Kommen Sie vorbei! Wir freuen uns auf einen anregenden Austausch und neue Impulse für die gemeinsame Arbeit!
Posted on: Februar 27th, 2026 by Frank Wöhrle No Comments
Erfahren Sie, warum lokale Large Language Models (LLMs) als Geheimtipp für die technische Redaktion gehandelt werden und wie Sie mit KI ganz konkret Routineaufgaben automatisieren können.
Hat Ihr Unternehmen noch keinen wissensbasierten Chatbot im Einsatz? Möchten Sie sicherstellen, dass Ihre sensiblen Daten den Rechner nicht verlassen? Dann finden Sie hier praxisnahe Tipps für den erfolgreichen Einstieg.
Warum ein lokales LLM in der Redaktion Sinn ergibt
Ob Produktänderungen, API-Updates oder neue Features – technische Dokumentation muss oft kurzfristig angepasst werden. Genau hier punkten lokale LLMs wie Ollama:
Datenhoheit: Ihre Inhalte bleiben im Haus.
Offline-Fähigkeit: Auch ohne Internetanbindung einsatzbereit.
Kosteneffizienz: Keine laufenden Cloud-Gebühren.
Hinweis: Stimmen Sie Installation und Konfiguration unbedingt mit Ihrer IT-Security ab – Sicherheit geht vor!
Mittlerweile stehen eine Reihe von geeigneten lokalen LLM-Umgebungen zur Verfügung, mit denen sich einfache Aufgaben in der Redaktion erfüllen lassen. Wir haben uns die Plattform Ollama einmal genauer angesehen.
Ollama im Überblick – die lokale LLM-Plattform
Wer steckt dahinter?
Ollama ist eine Open-Source-Plattform zur lokalen Ausführung von Large Language Models (LLMs). Entwickelt wurde sie von Jeffrey Morgan (CEO) und Michael Chiang, den Köpfen hinter Kitematic, heute Teil von Docker.
Über 156.000 GitHub-Stars (Stand 2025) zeigen: Das Projekt wächst rasant. Unterstützt durch Y Combinator, bleibt Ollama dennoch Community-getrieben. Die Plattform ermöglicht es, verschiedene LLMs lokal auf Ihrem Rechner (Windows, MacOS, Linux) zu betreiben. Im Gegensatz zu cloudbasierten Diensten bleiben Ihre Daten in Ihrer Kontrolle.
Vorteile von Ollama
Keine Cloud-Uploads vertraulicher Daten
Einbindung vorhandener Referenzdokumente
Schnelle, wiederholbare Textgenerierung für Handbücher, API-Dokus oder Hilfen
Gemma3 – stark bei Textvorschlägen und Zusammenfassungen
Nach dem ersten Start von Ollama wird das Modell lokal geladen. Die Installation erfolgt einfach über einen Installer, die Anwendung kann dann über eine Oberfläche oder aus der CMD/Powershell-Konsole gestartet werden.
Ihr lokales LLM in wenigen Schritten startklar machen
1. Installation
Laden Sie Ollama über https://ollama.com/download herunter und folgen Sie den Installationsanweisungen. Danach begrüßt Sie das charmante Lama.
2. Herunterladen eines geeigneten Modells
Nach der Installation können Sie ein lokales Modell herunterladen, das für technische Dokumentation geeignet ist oder ein bereits installiertes Modell verwenden.
Öffnen Sie Ollama, klicken Sie auf „Download“ und wählen Sie z. B. llama3.2, gemma3:4b oder mistral.
Alternativ können Sie über die Konsole in Windows (CMD oder Powershell) weitere Modelle herunterladen:
Verwenden Sie dazu den Befehl: ollama pull llama3:8b
Warten Sie, bis das Modell vollständig geladen ist – und schon kann’s losgehen.
Hands-on: So erstellen Sie einen neuen Abschnitt auf Basis eines Referenzdokuments
Ausgangssituation
Referenzhandbuch (z. B. Word oder PDF) mit älterer Version der Dokumentation liegt vor.
Neue Features oder geänderte Technologie, die eine Überarbeitung oder Neuauflage des Dokuments erforderlich machen.
So geht’s: Handbuch effizient aktualisieren – mit lokaler Unterstützung
Content-Reuse: Analyse bestehender Referenzdokumente (PDF, DOCX) mit LLM
Strukturierung: Automatische Generierung von Überschriften, Listen und Absätzen
Terminologie-Harmonisierung: Angleichung der Fachterminologie mit gezieltem Prompt
Praktische Tipps – Prompt Engineering für lokale LLMs leicht gemacht
Der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht im Modell selbst, sondern im „Prompt Engineering“. Da wir im Vergleich zu GPT-4 ein lokal recht kleines Modell verwenden, müssen wir hier sehr präzise sein. Für unseren Use Case möchten wir auf Basis eines bestehenden Handbuches die neue Funktion „Kommentare auf Segment-Ebene“ erstellen.
Prompt zur Erstellung eines Kapitels
Für unsere Anfrage haben wir uns folgenden Prompt ausgedacht. Wichtig ist hier auf das Referenzdokument zu verweisen, das Sie per Drag and Drop einfügen können.
Und schon antwortet das freundliche Lama:
Beispiel-Prompts für nützliche weitere Anfragen
# Zusammenfassung des Inhalts „Fasse den Inhalt dieser Datei in 10 Stichpunkten zusammen.“
# Erstellung eines neuen Abschnitts Modell llama3: „Erstelle einen neuen Abschnitt für das Feature ‚Batch Export‘ im Stil des Referenzdokuments. Verwende kurze, klare Sätze und eine Überschrift Ebene 3. Fokus auf Schritt-für-Schritt-Anleitung.“
# Anpassung der Formatierung „Wandle alle Schritt-Listen im folgenden Text in nummerierte Listen um. Behalte die Fachbegriffe bei, aber vereinfache die Formulierungen leicht.“
Unser Tipp: Immer das Referenzdokument mitgeben – so bleiben Stil und Struktur konsistent.
Speichern und Nachbearbeitung
Auch gute KI braucht redaktionellen Feinschliff:
Überprüfen Sie die technische Richtigkeit der generierten Inhalte.
Passen Sie die Formulierung an Ihren Redaktionsstil an.
Ergänzen Sie Screenshots oder Diagramme, falls erforderlich.
Testen Sie die beschriebenen Schritte, um ihre Korrektheit sicherzustellen.
Testen Sie verschiedene Modelle, die zu Ihren Anforderungen passen.
Fazit: Datenschutz trifft Produktivität
Lokale LLMs wie Ollama eröffnen neue Möglichkeiten für die Erstellung technischer Dokumentation – und das ganz ohne Cloudabhängigkeit. Mit präzisem Prompt-Engineering und gezielter Nachbearbeitung können Sie erhebliche Zeitersparnisse erzielen, ohne auf Datenschutz und Datenhoheit verzichten zu müssen. Probieren Sie es aus: Sie werden überrascht sein, wie schnell Sie erste Ergebnisse erzielen.
Weitere „Quick Wins“ für die Technische Redaktion
Anwendungsbereich
Beschreibung
Automatische Strukturierung
Aus langen Fließtexten werden klare Überschriften, Listen und Absätze.
Vorlagen-Erstellung
Aus einem Referenzdokument entsteht ein standardisiertes Template (z. B. konsistente Struktur für „Funktionsbeschreibung“, „Voraussetzungen“, „Beispiele“).
Sprachliche Angleichung
Alle Abschnitte werden in einen einheitlichen Stil und dieselbe Tonalität gebracht (z. B. „Du“ vs. „Sie“, Passiv vs. Aktiv).
Was Sie bei lokalen LLMs beachten sollten
Technische Limitierungen
Kontextfenster:
Problem: Große Dokumente ( > 50 Seiten) → Möglicher Informationsverlust bei der Verarbeitung durch das LLM
Lösung: Kapitelweise Verarbeitung
Hallucination-Risiko:
Problem: Fiktive technische Details in Generierung
Lösung: Prompt-Modifikation mit Restriktionen, z.B. „Ändere ausschließlich den explizit markierten Bereich.“, „Erfinde keine technischen Spezifikationen.“
Compliance
DSGVO: Konformität gewährleistet durch On-Premise-Betrieb
Sicherheitsaudit: Risikoanalyse durch IT-Security vor Implementierung durchführen
Lokale LLMs: Grenzen heute und Perspektiven für morgen
Wenn lokale Systeme an ihre Grenzen stoßen – etwa bei teamweiter Zusammenarbeit oder größeren Dokumentmengen – ist der nächste Schritt klar: eine integrierte, cloudbasierte Lösung.
Sprechen Sie uns an – wir zeigen Ihnen, wie Sie KI optimal in Ihre Redaktionsprozesse einbinden können.
Posted on: November 27th, 2025 by Frank Wöhrle No Comments
E-Learnings gelten in vielen Unternehmen als zentrale Säule der Weiterbildung – vom globalen Onboarding-Kurs bis hin zur komplexen Produktschulung. Gleichzeitig zeigen Projekte immer wieder ähnliche Herausforderungen: Inhalte, die im Ursprungsland hervorragend funktionieren, verlieren in anderen Märkten an Wirkung, werden missverstanden oder schlicht nicht genutzt. Der Grund liegt selten im didaktischen Konzept, sondern meist in der Art und Qualität der Lokalisierung.
Warum Unternehmen auf E-Learning setzen
Aus Unternehmenssicht sprechen zahlreiche Faktoren für digitale Lernformate. Mitarbeitende können flexibel lernen – unabhängig von Ort, Zeitzone und Endgerät, was geografisch verteilten Teams entgegenkommt.
E-Learnings unterstützen eigenverantwortliches, zeitlich unabhängiges Lernen: Inhalte stehen on demand zur Verfügung, ohne auf feste Schulungstermine angewiesen zu sein. Durch ihren modularen Aufbau lassen sich Lerneinheiten klar strukturieren, gezielt kombinieren und bei Bedarf schrittweise aktualisieren.
Das individuelle Lerntempo ist ein weiterer Vorteil: Mitarbeitende können komplexe Inhalte pausieren, wiederholen oder vertiefen, ohne den Lernfluss anderer zu stören. Zudem ermöglichen digitale Trainings maßgeschneiderte Lerninhalte – zugeschnitten auf Funktionen, Regionen oder Zielgruppen im Unternehmen.
Multimediale Elemente wie Videos, Animationen, interaktive Übungen oder Quizze schaffen ein reichhaltiges Lernerlebnis und erhöhen die Aufmerksamkeit. Werden Inhalte mehrsprachig angeboten, trägt dies wesentlich zur Barrierefreiheit bei und macht Lernangebote für internationale Belegschaften wirklich zugänglich.
Unterm Strich führen diese Faktoren bei gelungener Umsetzung zu gesteigerten Lernerfolgen – messbar an Wissenstransfer, Anwendung im Arbeitsalltag und reduzierten Fehlerraten.
Komplexität moderner E-Learning-Formate
In der Praxis zeigt sich schnell: E-Learnings sind deutlich komplexer als klassische Schulungsunterlagen. Ein typisches Modul umfasst Folien oder Bildschirmaufnahmen, eingebettete Videos, gesprochene Kommentare, Untertitel sowie interaktive Elemente wie Quizfragen, Gesprächssimulationen o.ä.
Für die Lokalisierung bedeutet das, dass sich zu übersetzende Inhalte nicht nur in einer Datei oder einem Format finden, sondern verteilt in Authoring-Tools wie Adobe Captivate, Articulate Storyline, Articulate Rise, iSpring, Elucidat, Lectora etc., SCORM-Paketen, Video- und Audio-Skripten sowie ggf. in externen Quellen (z.B. Kursbeschreibungen, Inhalte ggf. im Kurs verknüpfter Dateien) befinden und teilweise (Video-, Audioskripte) vor der Lokalisierung noch transkribiert werden müssen. Hinzu kommen technische Anforderungen – etwa Zeichensatzunterstützung, Platzbeschränkungen in Buttons oder die Synchronisation von Untertiteln und Voice-Overs.
Wer diese Komplexität unterschätzt, steht während des Projekts oft vor Problemen: fehlende Text-Exporte, inhaltlich ähnliche Texte in unterschiedlichen Formaten, nicht übersetzte UI-Elemente oder Videos, die nachträglich teuer bearbeitet werden müssen. Ein strukturiertes Vorgehen, das alle Bestandteile von Beginn an berücksichtigt, ist daher für einen reibungslosen Lokalisierungsprozess entscheidend.
Lernen in der Muttersprache: ein Effizienzfaktor
Aus didaktischer Perspektive ist gut belegt, dass Lerninhalte am besten verinnerlicht werden, wenn sie in der eigenen Muttersprache aufgenommen werden können. Lernende müssen dann weniger kognitive Ressourcen auf das Verstehen der Sprache verwenden und können sich stärker auf Inhalte, Zusammenhänge und Anwendung konzentrieren.
Gerade bei komplexen, sicherheitsrelevanten oder rechtlichen Themen ist dies entscheidend, um Missverständnisse und Fehlinterpretationen zu vermeiden. Auch der emotionale Zugang spielt eine Rolle: Sprache beeinflusst, wie glaubwürdig, wertschätzend und motivierend ein Training wahrgenommen wird.
Für Unternehmen bedeutet das: Selbst Mitarbeitende mit guten Fremdsprachenkenntnissen profitieren von Trainings in ihrer Muttersprache – und zwar in Form schnellerer, stabilerer Lernfortschritte. Wer diese Effekte systematisch nutzt, erhöht die Wirksamkeit globaler Lernprogramme deutlich und rechtfertigt zugleich die Investition in Lokalisierung.
Rolle professioneller Fachübersetzungen in der E-Learning-Lokalisierung
Damit E-Learnings in anderen Sprachen dasselbe Lernziel erreichen wie im Original, genügt eine reine Wort-für-Wort-Übertragung nicht. Muttersprachliche Fachübersetzer*innen verbinden sprachliche Kompetenz mit Branchenwissen und kennen die Terminologie sowie die üblichen Formulierungen im jeweiligen Fachgebiet.
Sie achten darauf, dass Fachbegriffe konsistent verwendet werden, Anweisungen klar und handlungsorientiert formuliert sind und didaktische Feinheiten erhalten bleiben. Zugleich passen sie Beispiele, Metaphern oder Referenzen an, wenn diese kulturell oder kontextuell nicht ohne Weiteres übertragbar sind.
Professionelle Übersetzung trägt damit maßgeblich dazu bei, dass Lernziele schnell erreicht werden: Inhalte werden leichter verstanden, besser erinnert und eher in die Praxis umgesetzt. Ein sauber definierter Terminologie- und Review-Prozess unterstützt zudem die unternehmensweite Konsistenz, insbesondere bei einer Vielzahl von Kursen und Sprachen.
Bedeutung professionell lokalisierter Audios und Videos
Audios und Videos sind in modernen E-Learnings zentrale Träger von Information und Motivation – und stellen besondere Anforderungen an die Lokalisierung. Sprechertexte müssen so übersetzt werden, dass sie in Tonfall, Länge und Rhythmus zum Bildmaterial passen und gleichzeitig fachlich korrekt sein.
Bei Voice-Overs kommt die Auswahl geeigneter Sprecherinnen und Sprecher bzw. einer zufriedenstellenden KI-Software hinzu, die zum Corporate Image und zur Zielgruppe passen. Neben der Stimme sind Elemente wie Sprechergeschlecht, -alter, Aussprachequalität, Dialektfärbung, evtl. Hintergrundgeräusche wie Musik etc. entscheidend, um Missverständnisse zu vermeiden und ein professionelles Gesamtbild zu vermitteln.
Essentiell sind die Vorgaben des Kunden zu gewünschter Aussprache, Umgang mit Abkürzungen, barrierefreier Sprache (Gendern) etc., da die Zufriedenheit des Auftraggebers nicht zuletzt von ihrer Umsetzung abhängt.
Untertitel wiederum müssen präzise, gut lesbar und synchron zum Gesprochenen sein; sie erfordern oft eine kondensierte, aber inhaltlich vollständige Formulierung. Nicht zuletzt können visuelle Elemente – etwa eingeblendete Texte oder UI-Screens – Anpassungen verlangen, damit sie in der Zielsprache verständlich bleiben und formal in die Gestaltung passen.
Lizenz zum E-Lernen
Last, not least sind beim Einsatz von Humanstimmen im Rahmen der Vertonung vom Kunden auch Verwendungszweck und Reichweite zu klären. Sollen die vertonten E-Learnings ausschließlich intern oder auch öffentlich verwendet werden? Ist eine Option zum gewerblichen Verkauf an Dritte geplant? Je nach Übertragungsart und Art der Medien-/Rechtenutzung kann das jeweilige Tonstudio eine Lizenzgebühr pro eingesetztem*r Sprecher oder Sprecherin verlangen. Meist geht es dabei um Pauschalgebühren mit unbegrenzter Gültigkeit.
Fazit: Lokalisierung als integraler Bestandteil der E-Learning-Strategie
E-Learning entfaltet sein volles Potenzial erst dann, wenn Inhalte sprachlich und kulturell passgenau umgesetzt sind. Unternehmen, die E-Learnings international ausrollen möchten, sind gut beraten, Lokalisierung von Beginn an als festen Bestandteil der Konzeption zu betrachten – nicht als nachgelagerten Übersetzungsschritt.
Die Kombination aus didaktisch durchdachten Kursen, muttersprachlicher Fachübersetzung und professionell lokalisierten Audio- und Videoelementen bildet die Grundlage für echte Lernerfolge in mehreren Sprachen. So werden globale Trainingsprogramme konsistent, effizient und wirksam – und erfüllen den Anspruch, Wissen weltweit zugänglich zu machen, ohne an Qualität einzubüßen.
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wenn Sie erreichen wollen, dass Ihre Lerninhalte international genau die Wirkung entfalten, die Sie sich wünschen – wir sind Ihr Multiplikator!
Posted on: Oktober 30th, 2025 by Frank Wöhrle No Comments
Terminologiearbeit ist seit jeher der Schlüssel zu konsistenten und qualitativ hochwertigen Übersetzungen. Mit dem Einzug von KI und Large Language Models (LLMs) verändern sich die Übersetzungsprozesse grundlegend. Doch gerade dadurch rückt die Terminologie noch stärker in den Mittelpunkt.
„KI übersetzt doch inzwischen alles perfekt – wozu also noch Terminologiemanagement?“ Diese Frage hören wir als Sprachdienstleister immer häufiger. Doch wer einmal erlebt hat, wie ein einziger falsch übersetzter Fachbegriff eine Produktbeschreibung, ein Handbuch oder eine Marketingbotschaft entstellt, weiß: Terminologie ist kein Nebenschauplatz – sie ist das Fundament qualitativ hochwertiger Übersetzung.
In Zeiten von LLMs und generativer KI verändert sich das Wie von Terminologiearbeit. Ihr Warum bleibt aber unverändert.
Warum Terminologie das Rückgrat jeder Übersetzung ist
Terminologie ist weit mehr als ein Wörterbuch. Sie definiert, wie ein Unternehmen über seine Produkte, Dienstleistungen und Werte spricht.
Ob „Controller“, „Control Module“ oder „Control Unit“: Der richtige Begriff sorgt für Wiedererkennung, Vertrauen und rechtliche Sicherheit.
Fehlt eine gepflegte Terminologie, entstehen Inkonsistenzen. In der Praxis führt das zu:
abweichenden Übersetzungen für denselben Begriff,
erhöhtem Korrekturaufwand,
unnötigen Mehrkosten, multipliziert mit der Anzahl der Zielsprachen,
uneinheitlicher Markenkommunikation,
Missverständnissen bei Kunden oder Anwender*innen.
Gerade bei umfangreichem, mehrsprachigen Content aus den Bereichen technische Dokumentation oder Marketing ist ein durchgängiges Terminologiemanagement entscheidend, um Konsistenz und Präzision im Übersetzungsprozess zu gewährleisten.
Vom Glossar zur integrierten Lösung: Erfolgreicher Übersetzungsprozess dank Terminologie
Früher lag Terminologiearbeit oft außerhalb des eigentlichen Übersetzungsprozesses – in Form von Excel-Tabellen oder statischen Listen. Heute lässt sie sich nahtlos in Translation-Management-Systeme (TMS) integrieren. Das ermöglicht:
automatische Terminologievorschläge direkt im CAT-Tool,
Terminologieprüfung während der Übersetzung,
zentrale Pflege und Freigabeprozesse.
Damit wird Terminologie zu einem lebendigen Bestandteil des Workflows – und nicht zur nachträglichen Qualitätskontrolle.
Wie KI und LLMs Terminologiearbeit verändern
KI-Systeme und LLMs eröffnen neue Möglichkeiten, Terminologie dynamischer und intelligenter zu pflegen. Einige konkrete Anwendungen können sein:
KI-Terminologieextraktion: KI kann mehrsprachige Texte schnell analysieren, um relevante Fachbegriffe automatisch zu erkennen und als Termkandidaten vorzuschlagen. Das spart Zeit in der Erstellungsphase und hilft, bisher unberücksichtigte Terminologie zu identifizieren. Die finale Validierung bleibt jedoch Aufgabe menschlicher Expert*innen.
Aufbau Terminologie-Datenbank: Fehlen noch Übersetzungen oder eine definierte Struktur, kann generative KI den Aufbau einer Terminologiedatenbank unterstützen. Varianten und Synonyme lassen sich so effizient clustern, während Metadaten wie Kontext, grammatikalische Angaben oder Definitionsvorschläge automatisch generiert werden. Die finale Prüfung und Freigabe bleiben jedoch in menschlicher Hand.
Terminologieprüfung durch KI: Terminologiefehler aus der regelbasierten Prüfung werden an die KI geschickt und dort im Gesamtkontext unter Beachtung der terminologischen Zusatzinformationen bewertet bzw. korrigiert.
Diese neuen Ansätze machen Terminologiearbeit schneller, skalierbarer und datengetriebener. Gleichzeitig bleibt sie auf die Validierung durch Menschen angewiesen – denn KI versteht nicht automatisch Unternehmenssprache oder Markenwerte.
Grenzen und Risiken: Wenn KI Begriffe „erfindet“
So leistungsfähig LLMs sind, sie bergen auch Risiken. Denn ein KI-Modell kann:
Begriffe halluzinieren – also plausible, aber falsche Termini erzeugen.
Kundenspezifische Vorgaben übersehen, wenn diese nicht eindeutig im Prompt oder System hinterlegt sind.
Vertrauliche Terminologiedaten gefährden, wenn sie in öffentlich zugängliche Systeme eingespeist werden.
Daher gilt: KI kann unterstützen, aber nicht entscheiden. Für die Entscheidung, ob ein Begriff terminologisch korrekt, markenkonform und kontextgerecht ist, ist menschliche Expertise weiterhin unerlässlich.
Best Practices: So kombinieren wir menschliche Expertise mit KI-Power
Wir als Sprachdienstleister sehen den Mehrwert darin, Technologie sinnvoll einzusetzen – nicht blind zu automatisieren. Erfolgreiche Terminologiearbeit im KI-Zeitalter beruht auf fünf Prinzipien:
Zentralisierung: Alle Terminologiedaten gehören in eine zentrale Datenbank – nicht in verstreute Listen.
Integration: Terminologie muss direkt mit CAT-Tools verbunden sein, damit Übersetzer*innen live darauf zugreifen können.
KI als Assistenz, nicht als Ersatz: KI-Tools unterstützen bei Recherche, Extraktion und Prüfung – die finale Freigabe bleibt menschlich.
Sicherheitsbewusstsein: Sensible Terminologiedaten sollten ausschließlich in datenschutzkonformen, kontrollierten Systemen verarbeitet werden.
Künstliche Intelligenz und große Sprachmodelle verändern grundlegend, wie wir mit Sprache arbeiten – doch sie ersetzen kein Terminologiemanagement. Richtig eingesetzt, machen sie es sogar effizienter und intelligenter. Denn Terminologie ist das Sprachgedächtnis eines Unternehmens. Gerade im Zeitalter der generativen KI sind klare und gepflegte Begriffe entscheidend, damit Mensch und Maschine wirklich dieselbe Sprache sprechen.
Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Ihre Terminologie effizient aufbauen, konsistent pflegen und KI-gestützt optimieren möchten – wir unterstützen Sie bei jedem Schritt.
Hier erfahren Sie mehr über unsere Services in Kombination mit KI für ein effizientes Terminologiemanagement.
Posted on: Oktober 7th, 2025 by Frank Wöhrle No Comments
Seien Sie herzlich willkommen!
Vom 11. bis 13. November findet die größte Tagung für Technische Kommunikation statt. Besuchen Sie uns auf der tekom im Foyer am Stand 21 und erfahren Sie mehr über unsere Sprachdienstleistungen, Enterprise-Technologien und neuesten Entwicklungen.
Ihr kostenloses Ticket zur tekom-Messe
Wir möchten Sie gerne zur tekom-Jahrestagung einladen. Füllen Sie einfach dieses Formular aus, und wir übermitteln Ihnen umgehend Ihren persönlichen Messecode für die Registrierung.
Bitte beachten Sie: Der Messecode ist nur gültig für den Besuch der Messe. Das Messeticket ist nicht gültig für den Besuch der Tagung.
STAR KI-Workshop auf der tekom
In unserem STAR-Workshop „Co-Pilot KI?! Mit KI-Unterstützung erfolgreich durch Sprach- und Übersetzungsprozesse navigieren“ am 12. November um 16:30 Uhr lernen Sie, wie Sie NMT- und LLM-Technologien effizient und nachhaltig für Sprach- und Übersetzungsprozesse einsetzen können.
Standparty am 11.11 ab 18 Uhr – Drinks, Snacks & gute Gespräche!
Wir laden Sie herzlich ein zu unserer Standparty am Di. 11.11 ab 18:00 Uhr. Kommen Sie einfach vorbei – wir freuen uns darauf, den Messetag gemeinsam mit Ihnen ausklingen zu lassen!
Wir freuen uns auf einen interessanten Austausch mit Ihnen!
Posted on: Juli 28th, 2025 by Frank Wöhrle No Comments
In weniger als 4 Monaten startet die nächste tekom-Jahrestagung in Stuttgart. Vom 11. bis 13. November findet die größte Tagung für Technische Kommunikation statt. Erfahren Sie mehr über unsere Sprachdienstleistungen, Enterprise-Technologien und neuesten Entwicklungen.
KI-Workshop von STAR
In unserem STAR-Workshop „Co-Pilot KI?! Mit KI-Unterstützung erfolgreich durch Sprach- und Übersetzungsprozesse navigieren“ am 12. November lernen Sie, wie Sie NMT- und LLM-Technologien effizient und nachhaltig für Sprach- und Übersetzungsprozesse einsetzen können.
Posted on: Juli 8th, 2025 by Frank Wöhrle No Comments
Der diesjährige MT Summit fand in Genf, Schweiz, statt und bot ein abwechslungsreiches Programm aus Tutorials, Workshops und inspirierenden Vorträgen rund um die Themen maschinelle Übersetzung (MT) und große Sprachmodelle (LLMs).
Als Platin-Sponsor war die STAR AG gemeinsam mit drei Expert*innen aus Entwicklung, Support und Vertrieb vor Ort. Außerdem besuchte Julian Hamm, Language Technology Consultant bei STAR, die einwöchige Konferenz, um das Unternehmen zu vertreten und neue Ideen sowie Impulse aus Forschung und Industrie mitzunehmen.
Passend zu den sommerlichen Temperaturen gaben Technologieanbieter und Vertreter*innen aus namhaften Unternehmen und Institutionen in Vorträgen und Poster-Sessions Einblicke in die heißesten Trends der Sprachbranche. Das engagierte Organisationsteam der Genfer Universität stellte ein vielseitiges Hauptprogramm zusammen und schuf Raum für wertvollen Austausch.
Human in the Cockpit – Mensch und Maschine geschickt kombiniert
Trotz beeindruckender Fortschritte im Bereich der generativen KI wurde auch bei diesem MT Summit klar: Ohne den Menschen geht es nicht!
An diese Philosophie knüpfte auch unsere Sponsor-Präsentation mit dem Titel Human in the Cockpit – How GenAI is shaping the localisation industry and what it means for technology and business strategies an. Diana Ballard und Julian Hamm zeigten darin, welchen Einfluss die generative KI auf die Lokalisierungsbranche hat und welche Use Cases für den KI-Einsatz besonders relevant sind.
Als langjähriger Technologie- und Übersetzungspartner kennt STAR die Anforderungen der User*innen genau und optimiert die eigenen Tools und Lösungen kontinuierlich, um sie durch smarte Integrationen zukunftssicher zu machen.
Am STAR-Stand konnten die Teilnehmer*innen die praktische Umsetzung in Live-Demos erleben und sich mit unseren Expert*innen zu verschiedenen Aspekten der KI-Nutzung austauschen. Neben der Integration von bekannten LLM-Systemen wie ChatGPT stellte das Team auch die Arbeit an kleineren lokalen Modellen vor, darunter das für die Terminologiearbeit optimierte Projekt TermFusion, das für den Betrieb keine dedizierte GPU benötigt und daher recht ressourcenarm arbeitet. Mithilfe lokaler Modelle sollen etwa die Termextraktion aus zweisprachigen Datensätzen oder die intelligente Korrektur von Terminologievorgaben ermöglicht werden. Basierend auf diesem Ansatz werden aktuell auch weitere Modelle entwickelt, die für ein effizienteres Arbeiten im Übersetzungstool sorgen sollen.
Künstliche Intelligenz in der Lokalisierung: Gekommen, um zu bleiben!
Aktuelle Statistiken zur KI-Nutzung in Unternehmen bestätigen, dass diese Entwicklungen nicht nur eine Randerscheinung sind. Vor allem Kundenkontakt, Marketing und Kommunikation sind vielversprechende Einsatzgebiete, die bereits jetzt intensiv bedient werden.
Umfrage: Einsatz von generativer Künstlicher Intelligenz in Unternehmen 2025 Veröffentlicht von Statista Research Department, 20.05.2025
Auch wenn die KI-Nutzung in der Lokalisierung noch sehr unterschiedlich ausgeprägt ist, wird deutlich: Eine One-Size-Fits-All-Lösung gibt es nicht. Denn nur, wer den Use Case kennt und die Anforderungen klar definieren kann, weiß auch, wie die Technologie sinnvoll und nachhaltig eingesetzt werden kann.
Nach fünf Tagen des intensiven Austauschs mit Vertreter*innen aus Forschung und Industrie nehmen wir sieben wichtige Erkenntnisse mit:
Die neuronale maschinelle Übersetzung (NMT) bleibt die am weitesten verbreitete Sprachtechnologie in Lokalisierungsprozessen. Zugleich werden LLMs zunehmend für die Optimierung des NMT-Outputs eingesetzt. Gerade im Forschungsbereich wird die NMT-Technologie immer stärker durch LLMs verdrängt.
Systeme und Workflows werden immer stärker darauf ausgerichtet, verschiedene Übersetzungsressourcen nahtlos miteinander zu verbinden. Translation Memories (TM) und Terminologiedatenbanken liefern wichtige übersetzungsrelevante Informationen und können skalierbar eingesetzt werden, um bessere, konsistentere Übersetzungen zu erzeugen. Eine sich mittlerweile etablierende Methode ist die sogenannte Retrieval-Augmented Generation (RAG), bei der kleinere Datenbanken als Referenz für die Texterstellung bzw. Übersetzung herangezogen werden können.
Generische KI-Modelle sind Open-Sourcen-Modellen für bestimmte Use Cases überlegen. Das Customizing in Form von Übersetzungsregeln oder automatischen Terminologieanpassungen hält Einzug in viele kommerzielle Lösungen. Diese Methode verspricht, das bisherige dedizierte Training von NMT-Systemen mittel- bis langfristig abzulösen.
Steigende Übersetzungsvolumina und der allgemeine Preisdruck erfordern den Einsatz von intelligenten Analyse-Tools, um den Mehrwert des KI-Einsatzes zu bewerten und Prozesse nachhaltig zu automatisieren. Besonders relevant sind derzeit die Integrationen von Modellen zur MT Quality Estimation sowie die Bewertung von Übersetzungen mit geeigneten Metriken, teilweise auch mit LLM-Unterstützung.
Nicht alle Aufgaben müssen zwingend von einem LLM erledigt werden. Klassische regelbasierte Ansätze, wie etwa der Einsatz von regulären Ausdrücken bei der Qualitätssicherung, haben nach wie vor ihre Berechtigung und können teilweise effizienter als LLM-basierte Mechanismen sein.
LLMs sind bereits jetzt performant genug, um Texte auf Dokumentebene analysieren und weit entfernte Zusammenhänge erkennen zu können. Die Übersetzung im CAT-Tool erfolgt aber fast immer segmentbasiert. Ist hier ein technologisches Umdenken notwendig? Der Appell ist klar: Die Verschmelzung zwischen Erstellsystemen und Übersetzungsressourcen schreitet weiter voran. Das erfordert neue und innovative Ansätze für den Umgang mit Übersetzungsressourcen und KI-Systemen.
Immer mehr Content wird von generativer KI erzeugt oder übersetzt. Dies hat auch einen Einfluss auf unsere Kultur, Sprache und unser Sozialleben, etwa durch den erhöhten Medienkonsum über Social-Media-Plattformen oder die schrittweise Verdrängung von Minderheitensprachen. Forscher*innen untersuchen derzeit Auswirkungen von generativer KI auf unser Kommunikationsverhalten.
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